Eine Kamera erzeugt keine Abbildungen, sondern Bilder.


Die Kamera setzt die dreidimensionale Realität in ein zweidimensionales Bild um. Für die Wirkung eines Bildes ist die Verteilung von Licht und Schatten das Wichtigste. Licht erzeugt Ferne oder Nähe, ist warm oder kalt, entscheidet, ob Bilder anziehen oder abstoßen, natürlich bestimmen aber auch Bewegung, Standpunkt und Brennweite  die Aussage eines Bildes.
 
Seit der Erfindung der Zentralperspektive im 15. Jahrhundert werden Bild und Blick gleichgesetzt: Dadurch wurde die Illusion einer realistischen Abbildung der Welt möglich. Diese Illusion zu bedienen ist heutzutage nicht mehr Aufgabe der Malerei, sie ist zur Aufgabe von PhotographInnen und Kameraleuten geworden.