Wien I, Stubenring 4 


Der Glanz des Fin de Siècle


Auftraggeber: JPZ-Immobilien
Ausführung: Fischer Anlagentechnik
Leuchten: Schrutek GmbH

 

Die Wiener Ringstraße mit ihren Prachtbauten zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten Wiens. Nicht nur Parlament, Rathaus, Oper und Burgtheater, sondern auch zahlreiche private Palais im monumentalen historistischen Stil sind für ihr einzigartiges Flair bestimmend.

1905/1906 wurde das Wohnhaus Stubenring 4 von Architekt Max Fleischer, einem Schüler Friedrich Schmidts, erbaut. Das denkmalgeschützte Gebäude steht gegenüber dem ehemaligen Kriegsministerium, nicht weit von der Urania, der Postsparkasse von Otto Wagner und dem Uniqua-Tower in prominenter Umgebung.

Als es galt, die Fassade im Zuge einer Sanierung zu beleuchten, war schnell klar, dass die prächtige und reich gegliederte Architektur am besten durch eine akzentuierte und kontrastreiche Anstrahlung zur Geltung kommt.

Realisiert wurde diese Idee mit möglichst einfachen Mitteln: LED-Bänder mit einem Austrahlungswinkel von 30 x 120°, knapp an der Fassade montiert, erzeugen einen dramatischen Hell-Dunkeleffekt und betonen die Plastizität der Architektur.
Die vom Straßenniveau sichtbaren Unterseiten der Balkone wurden ebenfalls mit LED-Bändern beleuchtet und kreieren optische Tiefe. Nach einigen Versuchen wurde eine Lichtfarbe von 3000K gewählt, die einerseits die beige Wandfarbe zum Leuchten bringt und andererseits mit der warmweißen Straßenbeleuchtung harmoniert.

Die Anstrahlung ist selbstbewußt und prächtig: Was in einem anderen städtebaulichen Umfeld möglicherweise übertrieben wirken würde, passt sich in das imperiale Umfeld der Wiener Ringstraße harmonisch ein.